Clever Geld anlegen!

Mittlerweile gibt es über 8.000 in Deutschland zum Vertrieb zugelassene Investmentfonds. Diese bieten diverse Vorzüge gegenüber anderen langfristigen Sparformen (bspw. Rentenversicherungen). Es gibt u.E. keine Anlageform, welche so flexibel und transparent ist. Mit kleinem Geld (ab 25 EUR / mtl.) kann ein Sparplan aufgebaut werden. Jederzeit kann der Anleger über sein Geld verfügen, zuzahlen, pausieren oder Geld entnehmen. Das Geld der Anleger wird in einem Investmentfonds (Sammeltopf) mit einem oder mehreren Anlagebereichen investiert. Dieser stellt ein Sondervermögen dar und ist strikt getrennt von der verwaltenden Kapitalanlagegesellschaft (KAG). Kommt die KAG finanziell in Schwierigkeiten, ist das Geld der Kunden davon nicht betroffen. Dort wird das Geld entweder aktiv durch Manager oder passiv in Anlehnung an Börsenindizes (ETF – Exchange Trade Funds), gemäß den Vorgaben und Anlagezielen angelegt.

Jeder kennt das Sprichwort, nicht alle Eier in einen Korb zu legen! Investmentfonds agieren genauso! Durch breites Anlegen in unterschiedlichen Anleihen, Aktien, Geldmarktpapieren, Rohstoffen, Immobilien, Märkten (Europa, USA, weltweit etc.) erfolgt eine Diversifikation. Beim Kauf von Investmentfondsanteilen erwirbt der Anleger Anteile am Fondsvermögen, wird Miteigentümer und hat einen Anspruch auf Gewinnbeteiligung.

Investmentfonds sollten langfristig (mind. 8-10 J.) und länger genutzt werden, um Marktschwankungen über die Zeit ausgleichen zu können. Das Schwankungsrisiko (Volatilität) sinkt über die Zeitachse von 15-20 Jahren rapide. Die persönlichen Präferenz zum Anlagerisiko (von defensiv bis spekulativ) ist wichtig, um das Anlageuniversum und die Laufzeit abzustecken, was in den Korb kommen sollte. Der MSCI World Index berücksichtigt ca. 1.600 Aktien der größten Unternehmen aus 23 Ländern und hat seit 1970 eine durchschnittliche Jahresrendite von 7,9% erreicht, während im gleichem Zeitraum die Rendite des europäisches Geldmarktes bei 4,8% lag. Auf 1 EUR Anlagesumme bezogen, waren das 38 EUR (11 EUR) bei Aktien und 10 EUR (2,69 EUR) bei Anleihen. (Werte in Klammern nach Inflation; Quelle: DIMENSIONAL Matrixbuch 2018)

Markttiming – also immer zum richtigem Zeitpunkt investieren oder auszusteigen – ist nicht möglich. Man sollte also gar nicht versuchen, den richtigen Zeitpunkt zu erwischen. Wer in fallenden Märkten verkauft, geht mit Verlust nach Hause. Wichtig ist „Anlegen“ über die Zeit, ohne Angst und Panik bei Börsenschwankungen. Ignorieren Sie die Presse und vertrauliche todsichere Expertentipps. Versuchen Sie nicht den Markt zu schlagen. Was heute richtig zu sein scheint, ist morgen obsolet. Wer in fallenden Märkten investiert bleibt, erwirbt mehr Fondsanteile. Über 50% des weltweiten Marktkapitals in Aktien, ist in den USA gewichtet, nur 3% in Deutschland, China nur 3%, Japan 8%!. Bei Zinspapieren (Anleihen / Bonds) als Ausdruck von Schulden, beträgt die Marktkapitalisierung in den USA knapp 31%, Deutschland 6%, China 1% und Japan 20%.

Es sind vor allem die Kosten der Investmentfonds, die sich nachhaltig auf die Performance auswirken. Je kostengünstiger, desto besser für den Anleger. Indexnahe Fonds kosten zw. 0,15 - 0,75% Gebühren p.a.. Inkl. Vertrieb, KAG / Verwahrstelle / Depotbank, sollten die Kosten nicht mehr als 1-1,2% p.a. des Anlagebetrages ausmachen. Aktiv gemanagte Fonds kosten deutlich mehr, denn es werden zusätzlich zu den Verwaltungsgebühren (ca. 0,75-2,5%) auch Ausgabeaufschläge (bis zu 6% einmalig) erhoben, die Fondsdiscounter auch ohne Ausgabenausschlag anbieten. Über die Laufzeit von mehr als 15 Jahren haben nur rd. 15% der aktiv gemanagten Fonds Ihren Vergleichsindex geschlagen.

Daher sollte eine Strategie u.E. folgende Punkte berücksichtigen:

  • weltweit / global anlegen
  • Aktien bevorzugen
  • breite Diversifikation
  • niedrige Kosten
  • nicht versuchen, die Märkte zu „timen“
  • Emotionen außen vor lassen, Medien negieren
  • Berücksichtigen Sie die Steuern (*)

    (*) rechtsverbindliche Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Steuerberater, wir geben gern Informationen mit

Nachfolgend empfehlen wir Ihnen einen ETF RoboAdvisor in Zusammenarbeit mit der Investmentgesellschaft DWS. Wir nutzen die Abwicklungsplattform des Maklerpools BCA / Bank für Vermögen (BfV). Testen Sie den Rechner – alles selbsterklärend. Gesamtkosten liegen bei 1,2% p.a.!

Eine individuelle Fondsanlage übernehmen wir auf Anfrage ab 500 EUR Monatsbeitrag und Einmalbeiträgen ab mind. 10.000 EUR. Darüber hinaus können wir externe Vermögensverwalter empfehlen, sofern Sie über ein größeres Vermögen verfügen.

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